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Portal für Kartenlegen und Tarotkarten

Tarot Decks

Marseille Tarot

Als Deck beim Tarot bezeichnet man eine zusammengehörige, vollständige Ausgabe von Tarotkarten. Es gibt viele hunderte solcher Tarotkarten Decks, welche sich teilweise nur in einigen Details, manchmal  aber sehr erheblich voneinander unterscheiden.

Viele spezielle Decks werden häufig in Kombination mit einem erläuternden Buch angeboten. Siehe hier auch unseren Tarotkartenshop.

Manchmal gibt es auch Angebote von Kartensätze als Tarot, wenn Sie Tarotkarten kaufen deren Struktur und Abbildungen mit dem eigentlichen Tarotsystem gar nichts zu tun haben. Dazu gehören zum Beispiel Lenormandkarten, (wird verwendet von Lilith kartenlegen) Kipperkarten oder gar Wahrsagekarten anderer Karten-Systeme.

Ein Tarot-Deck besteht meistens aus 78 Karten. Die Zahl 78 entspricht der Summe der ersten zwölf Zahlen (1+2+3+4+5+6+7+8+9+10+11+12 = 78). Da die Zahl zwölf dabei für Vollständigkeit steht, wird die Zahl 78 als das große Ganze angesehen. Einige wenige Decks weichen jedoch von der Zahl 78 ab, das Universal-Tarot von Maxwell Miller hat nur 74 Karten, da sich der Künstler aus astrologischen und numerologischen Gründen entschlossen hat, die sogenannten Pagenkarten zu entfernen. Weiter gibt es Karten-Ausgaben, welche aus achtzig Karten bestehen, da beim Druck der Karten die Papierbögen genau 80 Karten ergeben. Gelegentlich werden dann die beiden überzähligen Karten mit weiteren Bildern, bei einigen Ausgaben des von Aleister Crowley entworfenen Thoth-Decks z. B. mit verworfenen Entwürfen für den Magier, bedruckt. Manche Deutungssysteme beziehen diese Karten, die vom Schöpfer des Decks nicht als Teil des Decks betrachtet wurden, in die Auslegung mit ein.

Es gibt auch Kartendecks zum Kartenlegen, die lediglich aus den 22 Trumpfkarten der großen Arkana bestehen.

Die 78 Karten teilen sich in die sogenannte große Arkana und kleine Arkana, manches mal auch „das große und kleine Arkanum“ genannt (von lat. arcanum Geheimnis).

Die drei bekanntesten und einflussreichsten Decks sind das

  • Marseille-Tarto,
  • das Rider-Waite- und das
  • Crowley-Tarot.

Dem heutigen Tarot de Marseille sehr ähnliche Decks stammen bereits aus dem Beginn des 16. Jahrhunderts. Das heute als Marseille-Tarot bekannte Deck stammt aus dem Jahre 1760 und kommt aus der Kartenmanufaktur von Nicolas Conver aus Marseille. Die Bilder gehen auf alte Holzstiche zurück, und sind lediglich in blau, rot, gelb und grün koloriert. Dadurch wirken sie sehr „alt“ und oft grobschlächtig. Trotzdem erinnert diese Farbkonstellation an die vier Elemente Wasser, Feuer, Luft und Erde, die von tragender Bedeutung auch im heutigen Tarot sind. Die Karten des kleinen Arkanums enthalten lediglich die entsprechende Anzahl der Symbole in den italienischen Farben.

Ein aus dieser Tradition entwickeltes Deck ist das Tarot de Besançon (entworfen 1818 in Strasbourg von J. B. Benoisbei dem die Karten Die Päpstin und Der Papst in Jupiter und Juno umbenannt wurden. Dies gilt auch für das Nachfolgedeck namens 1JJ. Mit diesem werden die Schweizer Tarock-Varianten gespielt – Troccas im romanischsprachigen Teil des Kantons Graubünden und Troggu im deutschsprachigen Teil des Kantons Wallis (Astronoe).

Ein anderes Deck, welches sich in ihrer Ausführung eng an das Marseille-Tarot anlehnt, ist das oben erwähnte Oswald-Wirth-Tarot.

 

Rider Waite Tarot

Tarotkarten

Dieses erste Mal wurde Tarot im Jahre 1910 veröffentlicht. Erschaffer war Arthur Edward Waite zusammen mit der amerikanischen Künstlerin Pamela Colman Smith. Die beiden Künstler waren Mitglied des Golden Dawn. Das Wort Rider leitet sich von Rider & Son, dem Londoner Verleger des Kartendecks, ab. Das Tarot-Karten-Deck ist zwar etwas feiner gezeichnet als etwa das Marseille-Deck, es benutzt aber ganauso nur sehr wenige Farben und wirkt wegen der fehlenden Nuancen auf viele Menschen etwas kitschig.

Das Rider-Waite-Tarot illustriert die Zahlenkarten in Anlehnung an das Sola Busca Tarot szenisch.  Dadurch wurden diese Karten für viele Menschen leichter nutzbar. Diese Änderung sind wohl durch Pamela Colman Smith zurückzuführen sein, da Waite in seinem Buch zu diesem Deck, Der Bilderschlüssel zum Tarot, die kleine Arkana nur sehr oberflächlich, fast abschätzend betrachtet. Ausserdem läßt sich über die künstlerische Qualität der Illustration streiten.

Es gibt zwar viele Details und Symbole das Deck wirkt jedoch auf viele Menschen nicht übermäßig ästhetisch. Es gibt daher sehr viele sogenannten Rider-Waite Klone, die sich auf die reine Wiedergabe derMotive beschränken, lediglich mit anderen künstlerischen Mitteln, z. B. das Universal-Waite Tarot, das Cosmic Tarot und das New Palladini Tarot, aber auch das Gummibärchen-Tarot, in welchem die dargestellten Personen durch Gummibärchen ersetzt sind.

Das Rider-Waite Deck illustriert auch zahlreiche Bücher, ebenso gibt es zu keinem anderen Deck soviel Literatur.

 afrikanisches Horoskop

Crowley Tarot

Lady Frieda Harris und Aleister Crowley erarbeiteten in den 1940er Jahren ägyptisiernde Tarotkarten. Das Buch Thoth war die erste Veröffentlichungsquelle für diese neuen Tarotkarten. Es handelt sich dabei um eine

kurze Abhandlung über den Tarot der Ägypter. Geschaffen wurden die Karten von der Künstlerin Lady Frieda Harris. Sie hatte bei der Gestaltung weitgehend freie Hand und besaß zeitlebens die Urheberrechte. Erst 25 Jahre später wurde das Crowley-Tarot im Jahr 1969 als Kartendeck herausgebracht. Crowley legte in Das Buch Thoth eine detaillierte Beschreibung und Systematik zugrunde (Basierend auf Samuel Liddell Mathers).

Tarot hatte lange den Ruf, es sei ein Werkzeug für Satanisten, Magier oder ähnliche Gestalten. Dies wurde auch dadurch noch gestützt, das Crowley selbst seinen Ruf als Schwarzmagier sorgsam pflegte.

Ungeachtet dessen ist dieses Deck populär und inspirierte zahlreiche Decks. Diese Popularität beruht auf der von vielen Menschen als ästhetisch empfundenen Darstellung und auf dem Reichtum enthaltener Symbole.

Heutzutage finanziert sich der amerikanische Caliphats-OTO unter William Breeze hauptsächlich durch die Tantiemen des Crowley-Tarots. So wurde 1998 von der Schweizer Spielkartenfirma Mueller AG in Schaffhausen ein diesbezüglicher Vertrag mit dem Caliphats-Geschäftsführer William Breeze unterzeichnet.

Decks, die auf das Crowley-Tarot zurückgehen, sind das Haindl-Tarot, das Cosmic Tribe-Tarot und das Liber - T - Tarot.

Hajo Banzhaf war wohl einer der bekanntesten Tarotexperten, auch ihn wollen wir hier nicht unerwähnt lassen.

Tarot Tageskarte

Traumdeutung

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